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Der kleine, feine Unterschied
Quelle: NRZ - Florian Bickmeyer
Als Andreas Buttenborg langsam wieder aufstand, empfing ihn der warme, erleichterte Applaus der Zuschauer. Eine gefühlte Ewigkeit hatte der HSV-Kapitän nach einem Zusammenprall mit Gäste-Torhüter Marc Tebroke regungslos am Boden gelegen.
Zwar gestützt, aber auf eigenen Beinen verließ Buttenborg schließlich den Platz und lief zum gerufenen Notarztwagen, der ihn zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus brachte. Der Spielstand trat in jener 87. Minute völlig in den Hintergrund. Hamminkeln verlor sein Heimspiel in der Fußball-Bezirksliga gegen Spitzenreiter Borussia Bocholt trotz einer Leistung auf Augenhöhe mit 0:1 (0:1).
„Alles heil, da können wir Entwarnung geben“, sagte HSV-Betreuer Bruno Vorholt als Buttenborg im Krankenwagen saß. „Einen Brummschädel wird er haben.“
Schon nach vier Minuten war Hamminkeln durch einen platzierten wie gefühlvollen 24-Meter-Freistoß des Borussen Maurice Bill in den rechten Torwinkel mit 0:1 in Rückstand geraten. Spielertrainer Andreas Burghammer ärgerte sich sichtlich über den Treffer des Tages: „Wir hatten das vorher besprochen, aus dieser Entfernung keine Freistöße zuzulassen. Der erste war dann gleich drin“ – und machte den Unterschied aus.
Denn Burghammers Mannschaft bot dem Tabellenführer ansonsten in jeder Hinsicht Paroli. Spielerisch musste sie sich vor Borussia Bocholt nicht verstecken, das hohe Tempo konnte Hamminkeln jederzeit mitgehen. Der HSV bestätigte die jüngsten Eindrücke aus der starken Rückrunde, auch wenn er vor des Gegners Tor nicht durchschlagskräftig genug war.
Vor der Pause prüfte lediglich Kevin Bennewirtz Bocholts Torwart Tebroke mit einem harten aber zu unplatzierten Kopfball ernsthaft (36.). Auf der Gegenseite verhinderte Christoph Ziegler mit starken Paraden gegen Julian Bill zweimal einen höheren Rückstand (33./42.).
Nach einer Stunde stellte Burghammer seinen alten Weggefährten aus gemeinsamen Rheder Zeiten, Björn Spaltmann, ins Sturmzentrum. Der vergab, freigespielt von Hendric Storm, die größte HSV-Chance. Mit seinem ersten Ballkontakt scheiterte er an Marc Tebroke (61.). Etwas später tankte sich der 36-Jährige gegen vier Bocholter durch, brachte aber im Fallen nicht genügend Druck hinter den Ball (73.).
Glück hatte der HSV als Bocholts Sebastian Tiefenthaler eine Flanke über den Spann rutschte und am Innenpfosten landete (65.).
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