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SV Hamminkeln - Borussia Bocholt - 28. Spieltag PDF Drucken E-Mail

Spitzenreiter Borussia Bocholt hat nur noch einen Verfolger
Quelle: BBV-Net - von Rolf Himmelberg

Bocholt/Hamminkeln - Borussia Bocholt lacht in der Fußball-Bezirksliga weiter das Glück. Beim SV Hamminkeln setzten sich die Blau-Weißen knapp mit 1:0 (1:0) durch und verteidigten damit ihre Spitzenposition. Zwei Spieltage vor Schluss kann nur noch der RSV Praest den Bocholtern gefährlich werden, da Rheingold Emmerich 2:3 bei BW Wesel verlor. Der RSV liegt derzeit drei Punkte zurück und besitzt das um sieben Treffer schlechtere Torverhältnis. Allerdings hat Praest eine Partie weniger ausgetragen.

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So kann es weitergehen - Jubel nach dem 1:0 durch Maurice Bill

„Hamminkeln hat uns alles abverlangt, aber der Sieg ist aufgrund der besseren Torchancen nicht unverdient“, sagte Borussen-Trainer Javier Garcia Dinis nach dem Spiel. Dabei sah es zunächst nach einer klaren Angelegenheit aus. Mit einem herrlichen Freistoßtor brachte Maurice Bill die Borussen bereits nach vier Minuten mit 1:0 in Front. Doch dieser Treffer wirkte nicht befreiend auf die Bocholter. Sie gönnten sich eine längere Auszeit, in der der Ball fast ausschließlich im Mittelfeld bewegt wurde. Zudem kämpften die Hausherren um jeden Meter Boden und schenkten nichts ab.

Erst nach 33 Minuten erarbeiteten sich die Gäste die nächste Chance, doch SVH-Torhüter Christoph Ziegler wehrte den von Julian Bill scharf geschossenen Ball zur Ecke ab. Drei Minuten später zeichnete sich Borussen-Keeper Marc Tebroke aus und entschärfte die erste Hamminkelner Möglichkeit.

Auch nach der Pause fehlte es zunächst auf beiden Seiten an klaren Offensivaktionen. Dann verhindert Tebroke mit einer Glanztat den Ausgleich (63.). Das war für die Borussen das Signal, wieder mehr nach vorne zu spielen. Bastian van der Horst (64.), Sebastian Tiefenthaler (66.) und Maurice Bill (80.) hätten für eine Entscheidung sorgen können, doch vergaben sie ihre Hochkaräter. Aber auch so reichte es am Ende.

Der kleine, feine Unterschied

Quelle: NRZ - Florian Bickmeyer

Als Andreas Buttenborg langsam wieder aufstand, empfing ihn der warme, erleichterte Applaus der Zuschauer. Eine gefühlte Ewigkeit hatte der HSV-Kapitän nach einem Zusammenprall mit Gäste-Torhüter Marc Tebroke regungslos am Boden gelegen.

Zwar gestützt, aber auf eigenen Beinen verließ Buttenborg schließlich den Platz und lief zum gerufenen Notarztwagen, der ihn zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus brachte. Der Spielstand trat in jener 87. Minute völlig in den Hintergrund. Hamminkeln verlor sein Heimspiel in der Fußball-Bezirksliga gegen Spitzenreiter Borussia Bocholt trotz einer Leistung auf Augenhöhe mit 0:1 (0:1).

„Alles heil, da können wir Entwarnung geben“, sagte HSV-Betreuer Bruno Vorholt als Buttenborg im Krankenwagen saß. „Einen Brummschädel wird er haben.“

Schon nach vier Minuten war Hamminkeln durch einen platzierten wie gefühlvollen 24-Meter-Freistoß des Borussen Maurice Bill in den rechten Torwinkel mit 0:1 in Rückstand geraten. Spielertrainer Andreas Burghammer ärgerte sich sichtlich über den Treffer des Tages: „Wir hatten das vorher besprochen, aus dieser Entfernung keine Freistöße zuzulassen. Der erste war dann gleich drin“ – und machte den Unterschied aus.

Denn Burghammers Mannschaft bot dem Tabellenführer ansonsten in jeder Hinsicht Paroli. Spielerisch musste sie sich vor Borussia Bocholt nicht verstecken, das hohe Tempo konnte Hamminkeln jederzeit mitgehen. Der HSV bestätigte die jüngsten Eindrücke aus der starken Rückrunde, auch wenn er vor des Gegners Tor nicht durchschlagskräftig genug war.

Vor der Pause prüfte lediglich Kevin Bennewirtz Bocholts Torwart Tebroke mit einem harten aber zu unplatzierten Kopfball ernsthaft (36.). Auf der Gegenseite verhinderte Christoph Ziegler mit starken Paraden gegen Julian Bill zweimal einen höheren Rückstand (33./42.).

Nach einer Stunde stellte Burghammer seinen alten Weggefährten aus gemeinsamen Rheder Zeiten, Björn Spaltmann, ins Sturmzentrum. Der vergab, freigespielt von Hendric Storm, die größte HSV-Chance. Mit seinem ersten Ballkontakt scheiterte er an Marc Tebroke (61.). Etwas später tankte sich der 36-Jährige gegen vier Bocholter durch, brachte aber im Fallen nicht genügend Druck hinter den Ball (73.).

Glück hatte der HSV als Bocholts Sebastian Tiefenthaler eine Flanke über den Spann rutschte und am Innenpfosten landete (65.).

0:1 – HSV verpasst Überraschung knapp

Quelle: (RP) In der Fußball-Bezirksliga kassierte der Hamminkelner SV gestern eine knappe 0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen den Tabellenführer Borussia Bocholt. Spielertrainer Andreas Burghammer war dennoch mit der ansprechenden Leistung seines Teams zufrieden. "Wir haben dem Gegner Paroli geboten. Leider haben wir uns nicht mit einem Tor belohnt", sagte Burghammer, dessen Team trotz der Niederlage weiter den siebten Tabellenplatz belegt.

Buttenborg verletzt

Kurz vor dem Schlusspfiff stockte den 200 Zuschauern gestern der Atem. Nach einem Freistoß stieß HSV-Verteidiger Andreas Buttenborg so heftig mit dem gegnerischen Torhüter zusammen, dass er regungslos am Boden liegenblieb. Als er nach einigen Minuten wieder aufstand, gab es erleichterten Beifall vom Spielfeldrand. Zur Sicherheit wurde Buttenborg daraufhin ins Krankenhaus gebracht, das dieser am Abend mit Verdacht auf eine leichte Gehirnerschütterung allerdings schon wieder verlassen konnte.

Das sportliche Geschehen hatte gestern mit einem Paukenschlag begonnen. Bereits in der vierten Minute war der Borussia mit einem sehenswerten Freistoß aus 25 Metern das entscheidende Tor gelungen. "Ich habe meine Mannschaft vor den Standardsituationen gewarnt", sagte Burghammer hinterher. Seine Schützlinge ließen sich aber durch den frühen Rückstand nicht entmutigen und kämpften in der Folge leidenschaftlich. Sie scheiterten jedoch ein ums andere Mal am gut aufgelegten Bocholter Schlussmann. "Ein Remis wäre gerecht gewesen", fand Burghammer, der in zwei Wochen sein letztes Spiel für die erste Mannschaft des HSV bestreiten wird. "Danach werde ich mich nur noch bei den Altherren fit halten."

 
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