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Borussia Bocholt - RSV Praest - 25. Spieltag PDF Drucken E-Mail

Ein kleiner Schritt in Richtung Aufstieg

Von Bruno Wansing - Quelle: Bocholter Report 

Bocholt. Einen kleinen Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg tat Bezirksligist BV Borussia Bocholt mit dem 3:1 (2:0) Erfolg über den ärgsten Verfolger RSV Praest.

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 Der A-Jugendliche Martin Schüring erzielte im  Spitzenspiel zwei Treffer
 Foto: Bruno Wansing - Quelle: Bocholter Report

 

Von Beginn an waren die Hausherren das absolut dominierende Team und kamen bereits nach vier Minuten zum 1:0 durch Youngster Martin Schüring. Gegen die nicht immer sattelfeste Abwehr der Gäste hatte Maurice Bill den Ball schön durchgesteckt und Schüring zog aus 14 Metern knochentrocken ab, der Ball schlug oben links ein. Der Rasenspielverein zeigte sich nicht geschockt und kam im Gegenzug über die linke Seite zu einer Großchance, die Borussia Abwehr konnte so eben noch zur Ecke klären. Im Anschluss spielte aber nur noch ein Team, die Borussia.

Mit aggressivem Spiel und viel Druck auf die Aufbauspieler erkämpften sich die Borussen ein ums andere Mal und dann ging die Post ab. Julian Bill traf auf Pass von Bruder Maurice sogar ins Tor, doch entschied das Gespann auf Abseits (15.) Martin Schüring mit dem linken Fuß, Ramiro Weidemann per Seitfallzieher, die Chancen häuften sich. Auf der anderen Seite musste sich Marc Tebroke bei einem Freistoß von Patrick Gottschling ganz schön lang machen, um den Ball noch aus dem Winkel fischen zu können, eine tolle Parade (26.)

Schüring und Bill vergessen im Gegenzug, abzuziehen, "die wollen den Ball ins Tor tragen", kam der Kommentar aus den Reihen der Zuschauer. Schüring scheitert mit einem Kopfball nach einer Ecke nur knapp. Besser machte es nur eine Minute später der aufgerückte Hendrik Grunwald. Die Flanke von Kai Nijmann von der rechten Seite wird lang und länger, Gästekeeper Steffen Nüßmann verschätzt sich und Grunwald steht am zweiten Pfosten goldrichtig, 2:0 (40.)

Bis zur Pause passiert nichts mehr. Die Borussia führte verdient, Praest zeigte sich defensiv teilweise echt überfordert. Halbzeit zwei begann mit einem Paukenschlag. Steffen Lukkezen taucht urplötzlich frei im Strafraum der Borussen auf und zieht volley aus 12 Metern halblinker Position ab. Der Ball schlägt, für Tebroke unhaltbar, oben rechts im Winkel ein, Praest ist wieder dran, nur noch 2:1 für die Borussia (46.) Zu allem Überfluss bekam Ferit Turgay nach

Platzverweisnach Foul-Serie

drei Fouls in Serie die gelb-rote Karte (54.) Von der Überzahl haben die Gäste nicht lange etwas. Nur eine Minuten später säbelt Patrick Gottschling Julian Bill von hinten um und erhält direkt rot. "Hättest du den wenigstens richtig getroffen, dann hätte sich das gelohnt", reagierte eine Zuschauerin ohne jegliche Anzeichen von Intelligenz. Überhaupt kochten die Emotionen fast über, Schiedsrichter Gregor Tönisen, der schon im Hinspiel keine leichte Aufgabe hatte, hatte alle Hände voll zu tun. Praests Trainer Roland Kock brachte für Marcel Wolters Eral Dogu, der Schuss ging aber direkt nach hinten los.

Martin Schüring sorgte mit seinem zweiten Treffer, dieses Mal per Kopf für eine Vorentscheidung. Lukkezen hat noch eine Riesenchance doch geht sein Schlenzer an die Latte (76.) Neun Minuten vor dem Ende überschlagen sich die Ereignisse. Der für Maurice Bill einwechselte Marcel Domke foult, Gästeakteur Fais Almami hat seinen Ellenbogen nicht unter Kontrolle und sieht gelb-rot (81.) Fast hätte Grunwald seinen zweiten Treffer gemacht, als Gästekeeper Nüßmann wie Bayerns Thomas Kraft den Ball außerhalb des Strafraums klärt.

Grunwald macht alles richtig, doch der Ball geht in Richtung Tor, springt auf und über den Kasten (88.) In der Nachspielzeit bekommt Praest noch einen Elfmeter zugesprochen, doch Tebroke hält den schwach geschossenen Ball sicher. "Nach der Pause haben wir unseren Rhythmus kurzzeitig verloren", resümierte ein glücklicher und gelöster Javier Garcia Dinis, Trainer des BVB, nach dem Spiel.

"Meine Mannschaft hat in der ersten Halbzeit klasse, gespielt, war total präsent und hat in den Zweikämpfen die richtige Antwort auf die Vorwürfe in den letzten Tagen gegeben", so Garcia-Dinis weiter, "wichtig war, dass wir zum ersten Mal nach einem Gegentor nicht sofort eingebrochen sind." Er müsse seiner Truppe ein Riesenkompliment machen, "so müssen wir den Rest der Saison weiterspielen", fordert Garcia-Dinis. Im Pokal geht es für die Borussia heute gegen Ligakonkurrenten BW Dingden, Anpfiff ist um 19 Uhr.

  

Borussia Bocholt bleibt auf Aufstiegskurs

Quelle: BBV-Net - Rolf Himmelberg 


 

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Elfmetertöter: Torhüter Marc Tebroke vom Bezirksligisten BV Borussia Bocholt verhinderte in der Nachspielzeit das 2:3.
(Foto: ken)


 


 

Bocholt - Unterschiedlicher können die Bilder kaum sein. Während die Bezirksliga-Fußballer von Borussia Bocholt nach dem 3:1 (2:0)-Sieg im Spitzenspiel vor gut 400 Zuschauern gegen den RSV Praest jubelnd über das Feld tanzten, schlichen die Gäste enttäuscht und geknickt vom Platz. Denn für die Bocholter war dieser Sieg über den direkten Mitkonkurrenten ein vorentscheidender Schritt in Richtung Landesliga-Aufstieg.

Begeistert vom Auftreten seiner Jungs war hinterher Borussen-Trainer Javier Garcia Dinis: „Ein Riesenkomplement an mein Team. Einige hatten uns bereits abgeschrieben. Die Art und Weise, wie die Mannschaft die passende Antwort gegeben hat, war phänomenal.“ Als fairer Verlierer präsentierte sich hinterher Emmerichs Coach Roland Kock: „Wir haben die erste Halbzeit völlig verschlafen. Daher geht das Ergebnis in Ordnung.“

Die Bocholter ließen bereits in der Anfangsphase erkennen, dass sie sich für diese Partie einiges vorgenommen hatten. Sie kauften mit viel Aggressivität den Gästen sofort den Schneid ab. Für ihre Bemühungen wurden sie dann auch schnell mit der 1:0-Führung durch Martin Schüring bereits nach vier Minuten belohnt. Auch in der Folgezeit gab es Chancen zuhauf für die Hausherren. Julian Bill (17., Abseitstor), Martin Schüring (22.) und Ramiro Weidemann (23.) scheiterten jeweils aus aussichtsreicher Position.

Nach einer halben Stunde unterstrich Borussen-Keeper Marc Tebroke seine Extraklasse, als er einen Freistoß von Gottschling aus dem Winkel boxte. Dagegen patzte sein Gegenüber Steffen Nüßmann, als er einen Ball unterschätzte und Hendrik Grunwald zum 2:0-Pausenstand einköpfte (40.).

Direkt nach dem Wechsel erzielte Steffen Lukkezen den 1:2-Anschlusstreffer. Als dann auch noch Ferit Turgay die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (52.), schien es knapp zu werden. Doch die Bocholter ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Zudem sah Gottschling auch schnell die Rote Karte (52.), so dass numerisch alles wieder ausgeglichen war.

Durch seinen zweiten Treffer brachte dann Schüring seine Farben per Kopf endgültig auf die Siegesstraße (80.). Der RSV Praest wehrte sich noch, hatte aber bei einem Lattenkracher von Lukkezen Pech (75.). Dann sah Gäste-Akteur Fais Aimami ebenfalls Gelb-Rot (80.). Die letzte Großchance vereitelte der überragende Tebroke, als er einen Elfmeter von Norzad hielt (92.). „Wir sind noch nicht durch. Der Kampf geht weiter“, sieht Garcia Dinis sein Team noch nicht automatisch in der Fußball-Landesliga. „Die Meisterschaft ist noch nicht entschieden“, kündigt Praest Trainer Kock zudem noch viel Gegenwehr an.

Doppelt bittere Pleite

Quelle: NRZ, Michael Schwarz

Bocholt. Das Geschehen kurz nach dem Abpfiff sprach Bände. Während die Bocholter ihren 3:1-Sieg auf dem Rasen mit Freudentänzen feierten, diskutierten die Praester nach einem teilweise turbulenten Bezirksliga-Topspiel mit dem Schiedsrichtergespann.

Die Gäste verloren nicht nur das Match, sondern auch noch Patrick Gottschling wegen einer umstrittenen Roten Karte. Der Kapitän wird dem RSV damit in den nächsten Wochen fehlen. Die Borussia konnte mit dem Sieg den Vorsprung wieder auf fünf Zähler ausbauen.

Haarsträubende Fehler in der Defensive

Dass die Praester das Match am Ende verloren, hatten sie sich aber zu großen Teilen auch selbst zuzuschreiben. So fabrizierte die zuletzt so starke Defensive teilweise haarsträubende Fehler. Schon nach drei Minuten leistete sich Michal Szczepinski den erster Aussetzer, als er statt den Ball wegzuschlagen den Ball vertändelte und Martin Schüring mit einem satten Linksschuss das 1:0 für den Tabellenführer er-zielte.

Nach einer Viertelstunde dann der zweite „Bock“ von Szczepinski, der Glück hatte, dass der folgende Bocholter Treffer wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Vor allem immer dann, wenn Martin Schüring vor dem Praester Gehäuse auftauchte, wurde es brandgefährlich. Gleich dreimal hatte der Bocholter Chancen zum 2:0 (21., 34., 39.). Das fiel dann aber in der 40. Minute, als RSV-Keeper Steffen Nüßmann, der gestern ebenfalls einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, eine Flanke unterschätzte und Hendrik Grunwald am langen Pfosten einköpfte.

„Die Bocholter haben uns von Beginn an den Schneid abgekauft“, vermisste RSV-Vorsitzender Michael Kühn die notwendige Aggressivität und Gegenwehr seiner Mannschaft, die eine einzige Chance im ersten Durchgang hatte, als Borussia-Keeper Marc Tebroke einen Freistoß von Patrick Gottschling stark entschärfte (29.).

„Tor des Monats“ von Steffen Lukkezen

Das Match war dann nach der Pause kaum wieder angepfiffen, da war der RSV plötzlich zurück im Spiel. Ein „Tor des Monats“ von Steffen Lukkezen aus spitzem Winkel ließ den Praester Anhang unter den gut 400 Zuschauern wieder hoffen. Als dann auch noch der Bocholter Ferit Turgay aufgrund eines wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz musste (52.), schien das Pendel immer mehr in Richtung des Verfolgers zu kippen.

Doch der Nackenschlag folgte nur zwei Minuten später. Nach einem Allerweltsfoul zeigte Schiedsrichter Gregor Tönisen Patrick Gottschling völlig überzogen die Rote Karte. „Nach dem Anschlusstreffer war ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, ich bin mir sicher, wenn diese Hinausstellung nicht gewesen wäre, hätten wir noch etwas erreichen können“, war RSV-Coach Roland Kock nach dem Match bedient, der allerdings auch die ständigen Unzulänglichkeiten seiner Elf nicht unkommentiert ließ. „Die Gegentreffer legen wir uns ja alle selber rein“, kritisierte der Übungsleiter. So sah Steffen Nüßmann ein zweites Mal ganz schlecht aus, als er bei einer Hereingabe nicht konsequent herauskam und wieder Martin Schüring das 3:1 erzielte.

Derksen verschießt Strafstoß

Pech dann für die Praester, als Steffen Lukkezen die Latte traf (76.). Vier Minuten später erwischte es den zweiten Praester. Auf Hinweis seines Linienrichters schickte Tönisen Fais Almami mit Gelb-Rot vom Platz, weil dieser seinen Gegenspieler gestoßen hatte. Die Praester steckten dennoch nicht auf und erhielten in der Nachspielzeit einen Strafstoß nach einem Foul an Jawad Norzad. Doch symptomatisch für das gestrige Spiel scheiterte Benedikt Derksen an Marc Tebroke, der das Leder sogar festhalten konnte.

RSV Praest verliert Spitzenspiel

VON SIMON JANSEN - Quelle: RP-Online

Der Traum von der Fußball-Landesliga ist gestern für den RSV Praest wieder in weite Ferne gerückt. Die Mannschaft musste sich bei Borussia Bocholt mit 1:3 geschlagen geben und hat fünf Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter.

Eine ganz schwache erste Halbzeit und ein völlig unberechtigter Platzverweis in der 55. Minute haben gestern dafür gesorgt, dass Fußball-Bezirksligist RSV Praest das Spitzenspiel beim Spitzenreiter Borussia Bocholt mit 1:3 (0:2) verloren hat. Nach der Niederlage ist die Meisterschaft vorerst wieder in weite Ferne gerückt. Der Tabellenzweite hat fünf Punkte Rückstand auf die Borussia, die allerdings ein Spiel mehr ausgetragen hat.

Bei strahlendem Sonnenschein ging die erste Halbzeit vor gut 400 Zuschauern ganz eindeutig an den Gastgeber. Letztlich war der RSV Praest mit dem Halbzeitstand von 0:2 sogar noch gut bedient. Insbesondere die Praester Hintermannschaft offenbarte ungewohnte Schwächen. Torhüter Steffen Nüßmann und auch Abwehrchef Michal Szczepinski – ansonsten Leistungsträger – hatten einen ganz schwachen Tag erwischt.

Schwerer Szczepinski-Fehler

Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als Bocholt nach einem Fehler von Szczepinski durch Martin Schüring mit 1:0 in Führung ging. RSV-Trainer Roland Kock brachte es auf den Punkt: "Schieß den Ball weg", schrie der Coach in Richtung seines Abwehrchefs. Nach 18 Minuten musste Bocholt auf 2:0 erhöhen. Doch ein gegnerischer Angreifer spielte aus günstiger Schussposition seinen Sturmpartner an – dieser stand deutlich im Abseits.

Die Gelb-Schwarzen kamen zu Beginn überhaupt nicht ins Spiel und hatten nach 30 Minuten durch einen Freistoß von Kapitän Patrick Gottschling ihre erste Chance. Das 0:2 muss Keeper Nüßmann auf seine Kappe nehmen. Eine Flanke von Kai Nijmann unterschätzte der RSV-Torhüter – Hendrik Grunwald köpfte frei stehend zum 2:0 ein (40.).

Mit dem Wiederanpfiff starteten die Gäste die Aufholjagd. Steffen Lukkezen hämmerte einen strammen Schuss zum 1:2 in den Winkel (46.). Praest kam deutlich besser ins Spiel und spielte nach einer Gelb-Roten Karte gegen Bocholts Ferit Turgay (54.) in Überzahl. Dann jedoch folgte die Fehlentscheidung der Begegnung. Nach einem harmlosen Foulspiel von Patrick Gottschling zückte Schiedsrichter Gregor Tönisen die Rote Karte (55.). 13 Minuten später traf Martin Schüring zum 3:1 und brachte damit den Tabellenführer wieder auf Titelkurs.

In der Schlussphase traf Lukkezen nur die Latte, ehe sich Benedikt Derksen in der letzten Minute auch noch den Luxus leistete, einen Elfmeter zu verschießen.

 
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