(RP) Es ist immer ein schlechtes Zeichen, wenn ein Schiedsrichter in einem Fußballspiel die Hauptrolle einnimmt. Bei der 0:2 (0:0)-Heimniederlage des Bezirksligisten SV Bislich gegen Spitzenreiter Borussia Bocholt agierte Referee Frank Dickmann derart unglücklich, dass er den Zorn des Gastgebers auf sich zog.
In der zweiten Halbzeit überschlugen sich die Ereignisse. In der 58. Minute pfiff Dickmann, der zuvor bereits einige fragwürdige Gelbe Karten verteilt hatte, SVB-Stürmer Dennis Sengbusch in aussichtsreicher Position fälschlicherweise wegen Abseits zurück. Zwei Minuten später gelang dem Gast in einer bis dato ausgeglichenen Partie das 1:0. Wiederum nur 120 Sekunden später zeigte der Unparteiische Sengbusch wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte. Der Bislicher Trainer Steffen Herden verstand daraufhin die Welt nicht mehr. Er rannte die Linie rauf und runter und beschwerte sich mehrfach lautstark über den Unparteiischen. Auf dem Spielfeld kam es sogar zu einem kleinen Handgemenge zwischen Spielern beider Teams.
Die Führung der Partie entglitt dem Schiedsrichter nun vollends. Obwohl der eingewechselte Moritz Schiermeister bei einer Grätsche zurückzog, sah auch er die Ampelkarte (71.). Der Referee wurde in der Folge bei jeder Entscheidung vom Publikum angefeindet. Als der SV Bislich mit zwei Mann weniger auf dem Feld 15 Minuten vor Schluss das 0:2 kassierte, war die Partie entschieden.
Steffen Herden kochte nach dem Spiel vor Wut. "Ich sage gar nichts mehr", meinte er nur. Der Bislicher Co-Trainer Martin Otto fand moderate Worte nach einer hitzigen Partie. "Es war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel. Dass ein Schiedsrichter nicht immer alles richtig entscheiden kann, ist doch klar."