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SV Bislich - Borussia Bocholt - 19. Spieltag PDF Drucken E-Mail

Trainer Steffen Herden sprachlos

Wesel, 20.02.2011, Florian Bickmeyer - Quelle: NRZ

Wesel. Steffen Herden war nach dem Fußball-Bezirksliga-Spiel seines SV Bislich gegen Borussia Bocholt mächtig bedient. „Ich sage zu dem heutigen Spiel gar nichts“, so der Bislicher Trainer nach der 0:2 (0:0)-Heimniederlage.

Die wenig souveräne Leistung von Schiedsrichter Frank Dickmann hatte ihn sprachlos gemacht. Vor dem Kick war der Coach gesprächiger. Angesichts der beeindruckenden Bocholter Vorstellungen in dieser Saison, wollte Herden „irgendwie versuchen, diesen Gegner zu ärgern“.

sv_bislich_-_bvb_foto_rp.jpgRP-Foto: Ekkehart Malz

Borussia Bocholt zu ärgern, das gelang Herdens Mannschaft lange Zeit gut. Zwar blitzten die fußballerischen Fähigkeiten des Spitzenreiters auf, der SV Bislich schaffte es aber, das Spiel offen zu gestalten. Vor allem hielten die Gastgeber ihre Kontrahenten vom eigenen Tor fern. Eine verunglückte Flanke, die auf der Latte landete (25.), und ein scharf getretener Freistoß, den Sven Sextro sicher fing (30.), blieben die einzigen Torszenen der ersten Halbzeit. Der SV Bislich kam gar nicht gefährlich vor das Tor der Gäste.

Wohl auch deshalb wechselte Herden in der Halbzeit seinen grippegeschwächten Torjäger Moritz Schiermeister für den wenig agilen Marcel Schulz ein. In der Tat wurde der Gastgeber besser. Zweikämpfe wurden schon in des Gegners Hälfte gesucht, die Vorstöße wurden temporeicher. Allerdings zeigte sich Schiedsrichter Frank Dickmann mit der robusten, aber keineswegs unfairen Bislicher Gangart völlig überfordert und pfiff viele strittige Szenen gegen die Gastgeber. Aus einer solchen entstand das 0:1. Dickmann entschied 20 Meter vor dem SVB-Tor auf Freistoß, den Kai Nijman von der Mauer abgefälscht zur Gäste-Führung einschoss (62.).

Zwei Minuten später beschwerte sich Dennis Sengbusch heftig über ein vermeintliches Handspiel. Dickmann schickte ihn mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen (64.). Wie auch Moritz Schiermeister (71.). Der ging nach einem ungerechtfertigten Abseitspfiff dem Ball nach und sah dafür seine zweite gelbe Karte. Zeit zu reagieren hatte der Spieler nach dem späten Pfiff allerdings kaum. Nur fünf Minuten später war das Spiel entschieden. Matthias Boland verlor den Ball an seinen Gegenspieler. Dessen Querpass schob Julian Bill in der Mitte zum 0:2 ein (76.). Gegen neun Mann hätte der Bocholter Sieg noch höher ausfallen können, Sven Sextro parierte mehrfach glänzend. Nach einem harten Einsteigen gegen Kai Sprenger spielte Bislich die Partie sogar nur noch zu acht zu Ende. Und Steffen Herden wollte nichts mehr sagen.

 

SV Bislich hadert nach 0:2 mit dem Schiedsrichter

(RP) Es ist immer ein schlechtes Zeichen, wenn ein Schiedsrichter in einem Fußballspiel die Hauptrolle einnimmt. Bei der 0:2 (0:0)-Heimniederlage des Bezirksligisten SV Bislich gegen Spitzenreiter Borussia Bocholt agierte Referee Frank Dickmann derart unglücklich, dass er den Zorn des Gastgebers auf sich zog.

In der zweiten Halbzeit überschlugen sich die Ereignisse. In der 58. Minute pfiff Dickmann, der zuvor bereits einige fragwürdige Gelbe Karten verteilt hatte, SVB-Stürmer Dennis Sengbusch in aussichtsreicher Position fälschlicherweise wegen Abseits zurück. Zwei Minuten später gelang dem Gast in einer bis dato ausgeglichenen Partie das 1:0. Wiederum nur 120 Sekunden später zeigte der Unparteiische Sengbusch wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte. Der Bislicher Trainer Steffen Herden verstand daraufhin die Welt nicht mehr. Er rannte die Linie rauf und runter und beschwerte sich mehrfach lautstark über den Unparteiischen. Auf dem Spielfeld kam es sogar zu einem kleinen Handgemenge zwischen Spielern beider Teams.

Die Führung der Partie entglitt dem Schiedsrichter nun vollends. Obwohl der eingewechselte Moritz Schiermeister bei einer Grätsche zurückzog, sah auch er die Ampelkarte (71.). Der Referee wurde in der Folge bei jeder Entscheidung vom Publikum angefeindet. Als der SV Bislich mit zwei Mann weniger auf dem Feld 15 Minuten vor Schluss das 0:2 kassierte, war die Partie entschieden.

Steffen Herden kochte nach dem Spiel vor Wut. "Ich sage gar nichts mehr", meinte er nur. Der Bislicher Co-Trainer Martin Otto fand moderate Worte nach einer hitzigen Partie. "Es war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel. Dass ein Schiedsrichter nicht immer alles richtig entscheiden kann, ist doch klar."

 
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