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„Ich hatte der Mannschaft schon vorher in der Kabine gesagt, dass wir ein Angstgegner für Borussia sind“, meinte Wieggers nach der starken Energieleistung, durch die seine Mannschaft zwar auf einem Abstiegsplatz bleibt, zumindest aber den Anschluss nicht verliert. Bis zum Anschlusstreffer in der 68. Minute hatte eigentlich alles nach einem souveränen Favoritensieg ausgesehen. Borussia spielte durchaus ansehnlichen Fußball und ließ auch in der Abwehr nichts anbrennen. Dazu kam das nötige Glück: Bereits nach drei Minuten konnten die Bocholter in Führung gehen. Nach einem Stellungsfehler auf der rechten Bienener Abwehrseite parierte BWB-Torwart Jonas Wigger noch gerade eben einen Schuss, den Abpraller konnten seine Vorderleute jedoch nicht entscheidend klären. Nutznießer war Ramiro Weidemann, der von der Strafraumgrenze aus einschießen konnte. Weidemann hätte in der Folgezeit dann noch zweimal die Führung ausbauen können.
Die scheinbare 0:2-Vorentscheidung leitete jedoch ein Bienener ein. Nach einem Katastrophenpass von Bernd Bosmann lief plötzlich Maurice Bill alleine auf Wigger zu und vollstreckte souverän zur 2:0-Führung. „Beim 0:1 hätten wir den Ball entschiedener klären müssen, der Fehler beim 0:2 darf natürlich nicht passieren. Da muss Bernd den Ball nach außen klären“, analysierte Wieggers, der allgemein mit der Defensivabstimmung im neuen „4-3-2-1“-System nicht wirklich einverstanden war.
Anschluss zum günstigen Zeitpunkt
In der Halbzeit reagierte der Trainer, brachte den angeschlagenen Sebastian Kolsberger für Martin Stevens und in der 64. Minute noch Tim Beenen für Christian Tepass. An eine Wende glaubten da nur noch die kühnsten Optimisten: „Wir hätten auch durchaus 0:3 zurückliegen können“, gab Wieggers offen zu. So aber nahm das Bocholter Unheil seinen Lauf. Nach einer starken Einzelleistung grätschte Lukas Buckermann den Ball zurück zu Engin Baran, der nur noch zum 1:2 einschieben musste. (69.)
Neun Minuten vorm Ende hatte dann Tim Beenen die große Chance zum Ausgleich, scheiterte aber am glänzend reagierenden Marc Tebroke. Bei der anschließenden Ecke gab es dann doch das erhoffte „Happy-End“: Innenverteidiger Sebastian Borgers köpfte erst gegen die Latte, dann ins Tor und verschwand schließlich in einer blau-weißen Jubeltraube. „Unser Tor zum 1:2 fiel zu einem günstigen Zeitpunkt. Bocholt wurde immer nervöser, wir bekamen neuen Aufwind“, konnte Wieggers zu-frieden resümieren.
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