Julian Bill legte den in der zweiten Hälfte drückend überlegenen Praestern in der 88. Minute ein faules Osterei ins Nest. Sein Schuss aus 20 Metern senkte sich mit Windunterstützung hinter RSV-Keeper Steffen Nüßmann.
„Null Vorwurf an die Mannschaft. Wir haben eine durchweg gute Partie geboten, hinten kaum etwas zugelassen und engagiert nach vorne gespielt. Nur leider die Chancen nicht verwertet“, konnte auch RSV-Trainer Roland Kock nicht fassen, das sein Team am Ostermontag erneut als Verlierer den Platz verließ.

Ender Bogaci mit einer starken Leistung im linken Mittelfeld
Zunächst eine ausgeglichene Halbzeit lieferten sich die in den ersten 45 Minuten mit dem Wind agierende Borussia und der RSV. Auf dem holprigen Rasenplatz verpasste Jens Ricken in der 10. Minute die erste Praester Gelegenheit. Vier Minuten später reagierte Nüßmann bei einer Bocholter Chance prächtig. In der 16. Minute setzte sich dann Michel Schicht hervorragend durch, seine Hereingabe konnte Marcel Wolters aber nicht kontrollieren und schoss aus kurzer Entfernung über das Tor. In der 36. Minute strich ein Schuss von Julian Bill knapp am RSV-Gehäuse vorbei. Und Nüßmann war noch einmal auf dem Posten, als er gegen einen frei auf ihn zu stürmenden Bocholter rettete (43.).

Die A-Jugendlichen Denny Kipp und Ferhat Cavusman (Foto) spielen stark auf
Die zweite Hälfte war kaum angepfiffen, da hatte Marcel Wolters zum zweiten Mal die große Chance, die Führung zu erzielen. Nach einem Schnitzer in der Bocholter Abwehr kam der Praester Kapitän an den Ball, doch sein Heber ging über das Gehäuse. Erneut der enorm fleißige Michel Schicht und Wolters scheiterten dann in der 54. Minute am überragenden Akteur der Bocholter, Torwart Marc Tebroke.
In der 73. Minute wechselte sich dann Roland Kock selbst ein und fast wäre dem RSV-Trainer mit seiner ersten Ballberührung das ersehnte Tor gelungen, doch auch Kock fand in Tebroke seinen Meister. Und so folgte schließlich die eiskalte Dusche für die Gäste durch die erste Chance der Borussia im zweiten Durchgang, die dann gleich im Netz zappelte. „Wir haben im Moment wirklich die Seuche“, haderte Steffen Nüßmann, der mitansehen musste wie schließlich auch die letzten Schussversuche von Michel Schicht und Marcel Wolters in der Nachspielzeit sichere Beute des Bocholter Keepers wurden.
Kleines Trostpflaster für die Praester: Die Verfolger SV Grieth und BW Dingden teilten gestern die Punkte und liegen damit weiter jeweils fünf Zähler hinter dem RSV.
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