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Sie gehören zu den auserwählten Fußballerinnen, die die Zuschauer in Bochum mit tollen Kunststücken am Ball unterhalten sollen. Dafür nehmen sie ab heute extra am dreitägigen Ballzauber-Lehrgang in Duisburg-Wedau teil, der von der ehemaligen Bundestrainerin Tina Theune geleitet wird.
„Unsere Niederrheinauswahl-Trainerin Wiltrud Mehlbaum-Stähler hat uns gefragt, wer den Ball gut hochhalten kann. Nach dem Training mussten wir dann zeigen, was wir können. Die sechs besten Spielerinnen wurden dann ausgewählt“, sagt die 13-Jährige Jana Schwanekamp, die für Borussia Bocholt in der B-Juniorinnen-Niederrheinliga spielt.
Sie und Sophia bekamen einen Zettel mit nach Hause, auf dem viele Tricks stehen, die sie üben sollten. So soll der Ball beispielsweise mit der Kniekehle gestoppt werden, im Nacken liegen bleiben oder mit der Hacke hochgehoben werden. Die beiden Mädchen wurden außerdem aufgefordert, ein eigenes Soloprogramm mit ihren Künsten einzustudieren. Den genauen Ablaufplan der Eröffnungsfeier erhalten sie dann in den nächsten Tagen. „Ich bin schon ganz schön aufgeregt. Vor der Eröffnungsfeier wird das dann noch einmal stärker sein“, sagt Sophia. Die Zwölfjährige spielt derzeit bei den D-Junioren von TuB Mussum in der Leistungsklasse.
Die beiden Bocholter Talente haben eines gemeinsam: Sie haben aufgrund ihrer Väter oder Geschwister mit dem Fußball angefangen. Bei Jana waren es Vater Norbert und Bruder Yannick, mit dem sie immer im Garten Fußball spielte. „Bei Borussia Bocholt gab es ein Schnuppertraining. Da bin ich hingegangen. Seit 2005 spiele ich jetzt Fußball“, sagt Jana, die Schalke 04 und dem FCR Duisburg die Daumen drückt.
Traurig war sie daher, dass ihre Lieblingsspielerin Fatmire Bajramaj vor der Saison von Duisburg zu Turbine Potsdam wechselte. „Die kann einfach gut spielen und hat coole Tricks drauf“, sagt Jana, die im halblinken Mittelfeld spielt. Sophia hatte ebenfalls Pech. Auch sie drückt die Daumen für Schalke und den FCR. Und auch ihre Lieblingsspielerin Corina Schröder zog es vor der Saison von Duisburg nach Potsdam. „Die ist nett, hübsch und spielt gut“, sagt Sophia. Mit ihrem Bruder Felix spielte sie die ersten Bälle. Über einen „Girlskick“ beim SC 26 Bocholt kam sie zum Vereinsfußball. Anschließend spielte sie für Olympia Bocholt, ehe sie für TuB Mussum auflief.
Mit Jana hat sie außer in der Niederrheinauswahl bislang noch nie zusammengespielt. „Eigentlich standen wir uns immer nur als Gegnerinnen gegenüber“, sagt Sophia, die im halbrechten Mittelfeld zu Hause ist. Dennoch sind die beiden inzwischen Freundinnen geworden. Gemeinsam werden sie noch viel üben, damit am 13. Juli während der Eröffnungsfeier alle ihre Tricks bestens gelingen.
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